8 Tipps für einen guten Start in den Frühling

Der Frühling ist spürbar. Die Energie in der Natur bewegt sich nach oben und das ist genau das, was auch in uns passiert. Die Leber braucht jetzt unsere Unterstützung, um die Bewegung, die in der Natur stattfindet, mitmachen zu können.

Die Leber

Unsere Leber ist für den harmonischen Energiefluss im Körper zuständig, speichert Blut, versorgt die Sehnen und Gelenke. Viele Menschen mit Rheuma neigen im Frühjahr zu schmerzhaften Rheumaschüben, aber auch Allergien, Migräne und die berühmte Frühjahrsmüdigkeit machen vielen Menschen zu schaffen.

Hier habe ich ein paar Tipps für dich, wie du den Frühling gut gelaunt angehen kannst:

Tipp 1: Iss schlicht und einfach!

Iss einfache Speisen vor allem, wenn du im Winter so richtig schön üppig gegessen hast. Lass es ruhig ein bisschen übersichtlich sein auf deinem Teller. Reis, Gemüse, Fisch, Bohnen, Saucen, Pickles. Lecker soll es trotzdem sein ..:-)

Tipp 2: Ein bisschen was Saures tut jetzt gut.

Iss regelmäßig eine kleine Menge Pickles zum Essen. Die Leber wird stimuliert vom sauren Geschmack. Pickles passen auch gut zum Porridge am frühen Morgen. Doch Vorsicht vor zuviel saurem Essen. Eine kleine Menge reicht völlig aus. Hier habe ich ein Rezept für dich: PICKLES REZEPT

Tipp 3: Iss “Grün”

Grün. Die Farbe des Frühlings ist Grün und Grün entspannt uns. Du kannst grünes Gemüse in Form von blanchierten oder gedämpften Salat zu deinem anderen gekochten Essen essen: Broccoli, Spitzkohl, Portulak, Feldsalat, Wirsing, Kohlrabiblätter, Möhrengrün. Deine Leber wird sich freuen. Mit frischen fein gehackten Kräutern wie Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Dill und Koriander kannst du dir jedes Gericht aufpeppen. Mische es dir unter gekochte Hirse, Quinoa oder Reis, bestreue deine Suppen reichhaltig und gebe auch dem Gemüse, den Linsen, dem Fisch den grünen Frischekick.

Tipp 4: Wirksame Heilkräuter gegen Rheuma, Arthrose, Gicht und Morbus Bechterew

Es ist die ideale Zeit, um Wildkräuter zu sammeln, wie junge Brennesselblätter und auch deren Stängel (Vorsicht ziehe Handschuhe an). Spüle sie ab mit kaltem Wasser (mit Handschuhen) und koche sie am Schluss kurz in der Suppe mit. Passt gut in eine Misosuppe, aber auch in eine cremige grüne Suppe mit Broccoli, Spitzkohl, Portulak.

Brennesseltee – entzündungshemmend

Brennesselblätter als Tee ist ein Genuss – dafür lasse die Blätter ein paar Tage trocknen. Einfach auf die Fensterbank legen. Die Inhaltsstoffe des Brennesseltee wirken harntreibend, sind hilfreich bei der Aussscheidung von Harnsäure (Gicht), hemmen entzündungsfördernde Stoffe im Körper und lindern rheumatische Schmerzen. Die Brennessel wird immer wieder als Hausmittel eingesetzt bei rheumatoider Arthritis, Arthrose, Gicht und auch bei Morbus Bechterew. Am besten nur die jungen Blätter und Stengel verwenden. Die alten Blätter schmecken bitter. Die getrockneten Brennesselblätter mit heißem Wasser überbrühen und kurz ziehen lassen.

Tipp 5: Giersch – ein Wildkraut mit einem positiven Effekt bei Rheuma

Giersch wächst von März bis Oktober und du findest ihn vor allem unter Bäumen. Giersch wirkt harntreibend, krampflösend und ist hilfreich bei Rheuma und Gicht. Du kannst dir ein Pesto daraus machen aus Olivenöl, etwas Bärlauch und ein wenig Salz.

Eine Teezubereitung, die auch bei Rheuma und Gicht gut anschlägt: 2 Esslöffel gehackten Giersch mit 250 ml heißen Wasser übergießen. Fünf Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.

Als Umschlag gegen Gelenkschmerzen: Zerquetsche das Wildkraut im Mörser und lege es auf die schmerzende Stelle.

Tipp 6: Löwenzahn – verbessert den Fettstoffwechsel

Ein weiteres Wildkraut ist der Löwenzahn: Du sammelst Löwenzahnblätter und trocknest sie. Gieße sie mit heißem Wasser auf und lasse den Tee 5 Minuten ziehen – abseihen und trinken.
Falls du es dir einfach machen möchtest, kaufe dir den Tee im Reformhaus. Löwenzahn pflegt Leber und Galle. Er regt die Galleproduktion in der Leber an und verbessert damit den Fettstoffwechsel. Du kannst die Löwenzahnblätter auch im Salat essen oder ein Pesto daraus herstellen.

Yansen – eine ganz besonders hochwertige Zubereitung von Löwenzahn. Du kannst es fertig kaufen. Es ist relativ teuer, ist aber sehr sparsam im Verbrauch und du kommst damit ein paar Monate aus. Yansen ist ein Löwenzahnwurzelextrakt. Dabei werden die Wurzeln schonend zu einem dickflüssigen Saft verarbeitet. Die wertvollen Inhaltstoffe bleiben dabei erhalten. Davon kannst du mehrmals täglich einen Viertel Teelöffel oder eine Messerspitze in den Tee geben. Ich selbst nehme es in den Kukichatee. Dieser Extrakt schmeckt wirklich köstlich und gar nicht bitter, sondern süßlich. Eine gute Lebermedizin. Du kannst es unter folgendem Link bestellen. (Achtung, dies ist kein Affiliatelink)

Tipp 7: Gerste – ein gutes Getreide zur Reinigung

Verwende jetzt ab und zu Gerste in deinem Essen. Du kannst Rundkornreis von Davert (Alnatura) mit einem Drittel Gerste mischen. Weiche das Getreide dafür mindestens 2 Stunden ein – vorher waschen. Du nimmst 1Teil Getreide und 2 Teile Wasser, 1 Prise Salz – Koche es, nach dem Einweichen für ca. 50 Minuten. Dabei nicht umrühren. Gerste ist ein sehr empfehlenswertes Getreide bei rheumatischen Beschwerden, weil es entzündungshemmend wirkt und eine reinigende Wirkung hat. Es hilft der Leber zu entgiften und angesammeltes tierisches Eiweiß und Fett auszuscheiden. Gerste verhilft den Gelenken wieder zu mehr Flexibilität. Du kannst Gerste auch in der Suppe essen. Dafür koche die Gerste für sich allein. 1 Tasse Gerste abspülen und mit zwei Tassen Wasser einweichen – ca. 1 Stunde kochen mit einer Prise Salz und in deine Suppe geben. Kurz mitkochen. Lecker.

Tipp 8: Brotmahlzeiten weglassen?

Du kannst deine Leber noch dazu gut entlasten, in dem du Brotmahlzeiten reduzierst. Oder iss das Brot mal nicht mit Butter und Käse, sondern stippe es in deine Suppe. Das ist viel besser verträglich für die Leber. Die Leber ist laut TCM für den freien Fluss der Energie im Körper zuständig. Das ist wichtig zu wissen, weil Stagnation in diesem Bereich zu Schmerzen und Unwohlsein führen können. Einige rheumatischen Erkrankungen sind mit einer sogenannten Leber-Qi-Stagnation verbunden. Die Symptome können sein, Steifheit in den Gelenken, Schmerzen in den Gelenken, Muskelanspannung, Kopfschmerzen. Auf der emotionalen Ebene sind es Groll, Frustration, Depression, unterdrückte Wut und  Reizbarkeit, die uns bei diesem Syndrom zu schaffen machen. Bewegungen wie Tanzen, Spazierengehen, aber auch Therapien, wo du deine Gefühle wie Wut und Trauer ausdrücken kannst, sind hier nützlich.

Alle diese Tipps sind als ergänzende Maßnahmen gedacht zu unserem täglichen Essen. Und natürlich ersetzen sie keinen Arztbesuch. Solltest du dir nicht ganz sicher sein, lasse dich zusätzlich beraten von deinem Arzt oder Heilpraktiker.

Feedback

Welche Erfahrungen hast du gemacht mit Wildkräutern? Hast du schon mal eine Kur gemacht mit Brennesseltee? Mit Giersch oder Löwenzahn? Ich bin sehr neugierig und freue mich über deinen Kommentar! Falls dir der Artikel gefallen hat, teile ihn gern. Danke.

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2 Gedanken zu “8 Tipps für einen guten Start in den Frühling”

  1. Danke für die hilfreichen Tipps. Eine Frage, wenn ich Brennesseltee oder Löwenzahntee trinke, fühlt sich mein Mund/Gaumen immer so trocken an. Weißt du was das bedeutet?

    • Liebe Linda, herzlichen Dank für deinen Kommentar. Löwenzahn ist sehr bitter und Brennessel ist leicht bitter. Der bittere Geschmack wirkt trocknend. Du kannst ein bisschen Honig, Reissirup oder Kokosblütenzucker in den Tee nehmen. Süßes ist befeuchtend. Falls du dann immer noch einen trockenen Mund hast, koche dir speziell die Brennessel in einer Suppe oder in Eintöpfen kurz mit. Und den Löwenzahn kannst du super in einen Salat mischen. Damit milderst du die austrocknende Wirkung ab. Hilft dir das weiter? Herzliche Grüße von Mouni

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