Hast Du vermehrt Gelenkschmerzen bei Kälte und Feuchtigkeit?

Was sagt die Schulmedizin zu unserer Frage, warum wir in der nasskalten Jahreszeit mehr Schübe und Schmerzen haben? Ich kenne dies auch noch sehr gut von mir – vor allem im Herbst und im Winter – besonders im Januar. Das habe ich zum Glück schon lange nicht mehr erlebt. Es hat allerdings einige Jahre gedauert bis es ganz weg war.

Die Schulmedizin sagt: Schlüssig kann diese Frage nicht beantwortet werden. Man vermutet, dass der bei Kälte verlangsamte Stoffwechsel dafür verantwortlich ist. Die Durchblutung wird vermindert, der Körper stellt sozusagen auf Notversorgung um. Lebenswichtige Organe wie das Gehirn werden vorrangig durchblutet. Rumpf, Arme und Beine mit Muskeln und Gelenken erst zweitrangig.

Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Formen. Es gibt Menschen mit geschädigten Gelenkknorpel wie der Arthrose und solche, die unter entzündlichen Rheumaformen leiden.

Bei Betroffenen mit Arthrose ist bei Kälte die Gelenkflüssigkeit zäher als bei warmen Temperaturen. Die Gelenke sind also weniger gut geschmiert und die Reibungsschmerzen nehmen zu.

Entzündliche Rheumaleiden hingegen können mit extrem trockener Kälte wie beispielsweise in der Kältekammer gut behandelt werden. Die winterlich moderate Kälte, verbunden jedoch mit hoher Luftfeuchtigkeit, führt zu mehr Schmerzen. Interessant ist, dass die Schulmedizin sich dieses nicht erklären kann.

Empfehlungen aus der westlichen Medizin:

  • Bewege dich trotz Schmerz und Kälte regelmässig. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt sowie die Durchblutung und Produktion von Gelenkflüssigkeit gefördert.
  • Halte den Körper warm.
  • Bereits schmerzende Gelenke können mit Hilfe milder Wärmeanwendungen unter der Dusche oder im Bad, mit Packungen oder mit leichtem Massieren selbst behandelt werden.

In der fernöstlichen Medizin gibt es dafür schon mehr Erklärungen. Und ich werde Dir einige nennen.

Das äußere Klima verstärkt den zugehörigen inneren Faktor.”

Wenn wir überwiegend kühlendes Essen zu uns nehmen und dadurch wahrscheinlich eher kalte Hände, Füße, einen kalten Po und Bauch haben, kommen wir mit kaltem Wetter nicht so gut zurecht und sehnen uns nach Wärme. Wenn die Lebensmittel auch noch eher Feuchtigkeit und Nässe produzieren im Körper, werden wir uns nicht wirklich gut fühlen, wenn es draußen kalt und noch dazu feucht ist. Wie kann es zu Feuchtigkeit und Nässe kommen im Körper? Das hat verschiedene Gründe:

Wir essen überwiegend oder häufig Rohkost, Zitrusfrüchte, Obst, gesüßte Speisen, Weizenmehl, Zucker, Eiscreme, kalte Getränke wie Mineralwasser, Obstsäfte, frittierte Speisen und Schweinefleisch, aber auch Yoghurt, Quark, Käse, Gurke, Tomate und Zucchini. Oder wir ernähren uns hauptsächlich von Käsebroten – so wie ich es vor vielen Jahren gemacht habe ..:-). Die Verdauungsorgane werden abgekühlt und die Nahrung kann nicht so gut verdaut werden. Dadurch entsteht Nässe. Die Symptome von zuviel Nässe sind Hautprobleme wie die Akne, aber auch Gelenkschwellungen, ungeformter Stuhl, Candida, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen, wiederkehrende Blasenentzündung, Augensekret, dicke geschwollene Zunge, Augensekret und fehlendes Durstgefühl.

Welche Kochmethoden und welches Gemüse wirkt Feuchtigkeit und Nässe entgegen?

Entgegen wirken können wir mit regelmäßigen warmen bzw. gekochten Essen, denn um gut verdauen zu können brauchen die Verdauungsorgane Wärme. Wenn es draußen heiß ist, kannst du dein Essen auch bei Zimmertemperatur essen. Bei rheumatischen Erkrankungen haben wir fast immer mit innerer Feuchtigkeit und Nässe zu tun. Und wenn es draußen kalt und feucht ist verstärkt das Wetter den inneren Zustand. Wir frieren und fühlen uns unwohl in diesem Klima und können auch rheumatische Schübe entwickeln.

Oft stellen wir keinen Zusammenhang her zwischen unserem körperlichen Befinden und dem was wir gegessen haben. Doch das können wir lernen. Und zwar durch Beobachtung. Ist mir kalt nach dem Essen, bin ich müde, oder ist mir vielleicht sogar richtig heiß?

Wenn du also darunter leidest im Herbst und Winter vermehrt zu frieren und dich krank zu fühlen, dann greife auf andere Lebensmittel zu. Reis, Rettich, Shiitake Pilze, Hirse, Miso, Lauch, Perlgerste und Hülsenfrüchte wie Azukibohnen und Linsen. Einige dabei, helfen Feuchtigkeit auszuleiten. Und verwende gern auch Kardamom, etwas Ingwer, Koriander und Thymian. Diese Gewürze haben die Eigenschaft Feuchtigkeit auszuleiten und den Körper moderat zu wärmen.

Als Kochmethode möchte ich dir das Backen, Blanchieren, Schmoren, Kochen und Dämpfen empfehlen. Wenn möglich, koche zwei Mal am Tag. Das muss nicht aufwendig sein. Morgens kannst du einen warmen Haferbrei essen. Oder einen Getreidebrei mit Reis und Hafer – gern vor dem Kochen einweichen (ca. 2 Stunden) mit der 4 -fachen Menge Wasser und ca. 50 Minuten auf kleiner Hitze gar kochen – dazu zwei Prisen Salz. Das schmeckt gut mit Sesamsalz, gerösteten- und gehackten Mandeln. Du kannst auch ein paar Rosinen mit kochen. Und für das Mittag- und Abendessen schmeckt, wenn es draußen kalt ist, gebackenes- oder langgeschmortes Gemüse. Schneide das Gemüse dafür in große Stücke und schwenke sie in etwas Öl, gib Rosmarin oder andere Kräuter wie Majoran, Oregano oder Basilikum dazu und ein kleines Stück Knoblauch. Salzen kannst du mit Kräutersalz. Dazu passen gekochte Linsen, die Beluga Linsen oder Azukibohnen mit Kürbis, Fisch, Hirsestampf oder Reis. Und sehr schön, passt auch grünes Blattgemüse wie Broccoli (blanchiert) dazu.

Möchtest du mehr wissen? Dann empfehle ich dir mein Basisseminar. Da werden wir uns gezielt und detailliert diesem Thema widmen, damit du für dich eine gute Orientierung bekommst, was für Nahrungsmittel, dir bei Rheuma helfen können. Neben der Theorie wird auch ausgiebig gekocht, so dass du gleich ausprobieren kannst, wie dir dieses Essen schmeckt. Ist das ein guter Vorschlag? Am 13. September gibt es noch freie Plätze. Melde dich hier an.

Ich bin sooo gespannt, wie Deine Erfahrungen sind und vor allem, ob du dich hier wiedererkennst? Hinterlasse mir gern einen Kommentar!!

Quelle: Katharina Ziegelbauer, ernährungsberatung.at

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